Eisenbahnknoten Bamberg

Das Projekt Eisenbahnknoten Bamberg

Der Bundesverkehrswegeplan sieht einen mehrgleisigen Ausbau des Knotens Bamberg vor. Hierfür wird die bestehende zweigleisige, elektrifizierte Strecke auf vier Gleise erweitert und mit einem neuen elektronischen Stellwerk (ESTW) ausgestattet. Auf zwei Gleisen werden Geschwindigkeiten bis 230 km/h möglich sein. Die beiden anderen Gleise sind für 160 km/h ausgelegt und werden für den Regional-, S-Bahn- und Güterverkehr genutzt. Dieser Ausbau ist notwendig, um eine zukunftsfähige Infrastruktur auf der Strecke sicherzu- stellen, sodass Geschwindigkeiten insbesondere im Fernverkehrsbereich erhöht und dadurch Fahrzeiten verkürzt werden können.

(Video: DB AG)

Interaktive Karte Streckenführung

Zahlen und Fakten zum Projekt

Abschnittslänge 8,6 km
Weichen 145 Stück
Gleise 58,7 km
Eisenbahnüberführungen (EÜ) 10 Stück
Straßenüberführungen 6 Stück
Bahnübergänge Beseitigung von 4, 1 x Anpassung
Lärmschutz aktiver Schallschutz, Lärmschutzwände unter Berücksichtigung des Stadtbildes Bamberg; passiver Schallschutz
Umbau Bahnsteigkante 10 Stück
Hafennordanbindung 2,2 km Streckenneubau
Oberleitung vollständiger Neubau
Signaltechnik Neubau elektronisches Stellwerk
Ausrüstung Europäisches Zugsicherungssystem ETCS ( Level 2)
Sonstiges Verlegung Trinkwassergewinnungsanlage (TGA) Stadtwald

Die Strecke wird um zwei neue Gleise erweitert. Dabei wird vorrangig der Fernverkehr über die beiden äußeren Gleise und der Nahverkehr und Güterverkehr über die innenliegenden Gleise geführt. Im Zuge dessen werden die Gleise im Bahnhofsbereich größtenteils erneuert und den Bedürfnissen des 21. Jahrhunderts angepasst. Im gesamten Streckenabschnitt wird die klassische Oberbauform auf Betonschwellengleis im Schotterbett vorgesehen. Gleichzeitig werden die neuen Gleise mit einer modernen Oberleitungsanlage ausgerüstet, im Bahnhofsbereich erfolgt eine Anpassung der Oberleitung. Um die Strecken in Richtung Ebensfeld und Schweinfurt konfliktfrei in den Knoten Bamberg ein- und auszufädeln, wird am nördlichen Bahnhofskopf ein Kreuzungsbauwerk errichtet.

Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8

 (Grafik: DB AG)
(Grafik: DB AG)

Die rund 500 Kilometer lange Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg– Erfurt–Leipzig/Halle und Berlin (VDE 8) bildet das Kernstück der Hochleistungsstrecke von München nach Berlin. Die Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE) waren 1991 von der Bundesregierung beschlossen worden. Auf der neuen Schnellfahrtstrecke sind Höchstgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h möglich. Die Reisezeit zwischen München und Berlin wurde auf etwa vier Stunden verkürzt. Im europäischen Maßstab ist diese Verbindung wesentlicher Teil des Transeuropäischen Netzes für den Eisenbahnausbau.

Die Ausbaustrecke Nürnberg–Ebensfeld wird etappenweise auf der gesamten Länge viergleisig ausgebaut, für Geschwindigkeiten bis 230 km/h. Zwischen Nürnberg und Forchheim entsteht eine S-Bahn-Verbindung mit neuen Stationen und einer Durchbindung nach Bamberg, die einen S-Bahn-Takt nach Bamberg ermöglicht. Mit einer Güterzugtrasse wird der langsamere Verkehr vom schnelleren getrennt, mehr Züge können auf zuverlässigen, pünktlichen und schnelleren Verbindungen fahren.


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